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Bericht über Konflikte mit dem Dekan und über Vorbehalte gegen die Neuerungen in den bischöflichen VerordnungenStadtarchiv KonstanzKorrespondenz Ignaz Heinrich von WessenbergSignatur: G 825 2

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Bericht über Konflikte mit dem Dekan und über Vorbehalte gegen die Neuerungen in den bischöflichen VerordnungenStadtarchiv Konstanz ; Korrespondenz Ignaz Heinrich von Wessenberg

Signatur: G 825 2


Melchingen, 01.07.1806. - 7 S., Deutsch. - Brief

Verfügbar, am Standort.

Inhaltsangabe: Grausbeck berichtet, dass Dekan Schreyer unzufrieden sei, dass die vier Hechinger und einige andere Pfarreien in Ehedispenssachen an ihn, Grausbeck, gewiesen werden sollen, denn dadurch gingen ihm Taxgebühren verloren. Es stimme aber nicht, dass darin die einzige Einnahmequelle seines Dekanats bestehe (Grausbeck nennt die Einkünfte, findet die Klage unbegründet). Dahinter stehe zudem auch ein anderes Problem: Die irreguläre Dekanatswahl (der Vorgang wird ausführlich geschildert). Zudem: der Herr Dekan meine vieles nicht böse, "es gebricht ihm einzig am hellern Begriffe, der sich aber freilich bey seinem hohen Alter auf keine Weise mehr ummodeln läßt. Wie sehr überhaupt der obskurante und obskurierende Theil des Klerus dem lichten, aber nichts als wahre sittliche Veredlung bezweckenden Geiste, der vornämlich von Euer Hochwürden auf alle Kinder des Lichtes in die ganze Diözese ausstralt, entgegensetze", sieht man aus dem Hohngelächter, dass man über die Fatalitäten ertönen lässt, die Pfarrer Strasser in Göggingen begegnet sind. Neuffer las ihm einen Brief von Dekan Kaisel, Hohentengen (bei Sigmaringen), vor, "worin spöttisch gefragt wurde, ob man im Trochtelfinger Kapitel auch die deutschen Evangelien und Gebethe am Fronleichnamstage gehalten habe, ob man auch in den Häusern taufe, ob man auch nur 7 Stationen der Kreuzwegandacht Jesu habe, ob man auch anstatt des Abendrosenkranzes eine andere Abendandacht habe? - So trübe sieht es leider noch in der Diezöse (sic) aus...." Immerhin: Seine beiden Nachbarn in Salmendigen und Ringingen kommen nun - "auf meine gutmüthigen Vorstellungen - dem Geiste der Bischöflichen Verordnungen immer mehr nach." Beide bitten um Dispens von Brevierbeten. Pfarrer Beda im Haigerlocher Kapitel will sogar eine ganze deutsche Liturgie "ans Licht stellen", sobald die bischöfl. Approbation vorliegt. Kann er dann davon auch bei der Spendung der Sakramente öffentlichen Gebrauch machen? Bittet um Aufklärung.

Bemerkung: dt.

Ausreifungsgrad: Ausfertigung

dt.

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Korrespondenz Ignaz Heinrich von Wessenberg / G-H

DE-611-HS-1770335, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-1770335

Erfassung: 11. November 2005 ; Modifikation: 11. Januar 2012 ; Synchronisierungsdatum: 2019-06-06T17:07:03+01:00