Bestand KürschnerGoethe- und Schiller-Archiv / Klassik Stiftung Weimar ; Bestand Kürschner


Kürschner, Joseph (1853-1902) [Bestandsbildner], Verschiedene Familienangehörige [Bestandsbildner], Kürschner, Bildersammlung [Bestandsbildner]

160 Archivkästen

Einleitung: Nach dem Tode Joseph Kürschners im Jahre 1902 wurden seine Bibliothek sowie seine Sammlungen, darunter auch Autographen, vom 30. Mai bis 4. Juni 1904 in Leipzig versteigert (siehe: Katalog der Sammlungen des Professor Kürschner, Leipzig 1904). Sein Archiv, bestehend aus einer umfangreichen Korrespondenz, einer Foto-Porträtsammlung und anderen geschäftlich-beruflichen Unterlagen, blieb im Familienbesitz. Im Jahre 1960 übernahm das Goethe- und Schiller-Archiv von den Erben Kürschners, seiner jüngs-ten Tochter Irmgard und deren Ehemann Professor Hermann Nebe, in seine Bestände, was sich bis dahin von Kürschners Nachlass erhalten hatte. Wie aus den Verhandlungsunterlagen hervorgeht, war zuvor von Beauftragten der Eben eine Sichtung des Materials vorgenommen worden, wobei Korrespondenzen mit bedeutenden Persönlichkeiten in zwanzig Heften ausgesondert wurden. Sie scheinen im Wesentlichen in dem Nachlassteil enthalten zu sein, den der älteste Enkel Joseph Kürschners 1988 der Forschungsbibliothek Gotha verkaufte (siehe: Maria Mitscherling: Joseph Kürschner. Nachlassverzeichnis und Textauswahl. Veröffentlichungen der Forschungsbibliothek Gotha, Heft 28, Gotha 1990). Der vom Goethe- und Schiller-Archiv übernommene Nachlass umfasste 127 Stehordner bzw. Map-pen. Bei der Ordnung und Verzeichnung wurde festgestellt, dass sich der Bestand aus mindestens zwei Registraturschichten zusammensetzt und zudem sowohl zeitliche Lücken wie auch solche in der alphabetischen Erfassung der Korrespondenz ausweist. Besonders auffällig sind die Lücken bei den noch greifbaren separaten Korrespondenzen zu einzelnen Publikationen. Eine der Registraturschichten scheint aus mehreren Korrespondenzreihen vereinigt worden zu sein und bietet den ungefähren Zeitraum vom 1871 bis 1898/99 in alphabetischer Ordnung, die etwa bis zum Buchstaben R gediehen ist. Eine andere Registraturschicht besteht aus kleineren alphabetischen Einheiten, die in der Hautsache die Buchstaben S – Z umfassen, welche in der erstgenannten Registraturschicht fast völlig fehlen. Es ist daher anzunehmen, dass diese Registraturschicht eine Vorstufe zu jener anderen darstellt. Bei den Erschließungsarbeiten im Archiv wurde bewusst darauf verzichtet, den Prozess der Konzentration fortzuführen. So ist es also durchaus möglich, dass es zu einzelnen Korrespondenzpartnern mehrere Fundorte gibt. Bei der vorarchivischen Ordnung der Schriftstücke ist offensichtlich auch nicht darauf geachtet worden, Sachakten nicht zu zerstören. Soweit sie noch bestanden, wurden sie nunmehr in ihrer Ordnung bewahrt. Um jedoch eine Angleichung an die Hauptstruktur des Nachlasses zu gewährleisten, sind die Korrespondenzpartner auch dieser Bestandteile des Nachlasses in der angelegten alphabetischen Kartei mittels Verweis erfasst. In der vorgefundenen Ordnung der Korrespondenz waren eingegangene und ausgegangene Briefe, letztere fast ausnahmslos in Form von Abklatschkopien, nicht getrennt abgelegt worden. Dieses Ablageprinzip ist beibehalten worden. In den meisten Fällen kann der Kartei jedoch die Anzahl der jeweiligen eingegangene oder ausgegangenen Korrespondenzstücke entnommen werden. Der überwiegende Teil der ausgegangenen Briefe ist von Schreiberhand ausgeführt und von Kürschner lediglich unterzeichnet. Einige Briefe hat auch sein Sekretär Berthold unterschrieben, regelmäßig in Zeiten der Abwesenheit Kürschners. Mit Rücksicht auf den geschäftsmäßigen Charakter der Korrespondenz wurden diese Briefe nicht gesondert vermerkt. An den Ordnungs- und Erschließungsarbeiten im Archiv, die sich mit langen Unterbrechungen über drei Jahrzehnte erstreckte, waren mehrere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beteiligt. Sie wurden im Herbst 1993 von Wolfgang Ritschel zum Abschluss gebracht.

https://ores.klassik-stiftung.de/ords/f?p=401:70:::::p70_region,p70_seite,p_bnr:2,1,55 (Bestand Kürschner in der Online-Archivdatenbank des Goethe- und Schiller-Archivs)

DE-2060-BE-55, http://kalliope-verbund.info/DE-2060-BE-55

Modifikation: 10. Mai 2005 ; Synchronisierungsdatum: 2025-10-14T13:54:41+01:00