Detailinformationen
Eigenhändiger Brief Carl Maria von Webers an Graf Karl Moritz von Brühl in Berlin "Hochgebohrner Herr Graf!" Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden Einzelautographen Signatur: Mscr.Dresd.Aut.3137
Eigenhändiger Brief Carl Maria von Webers an Graf Karl Moritz von Brühl in Berlin "Hochgebohrner Herr Graf!" Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden ; Einzelautographen
Signatur: Mscr.Dresd.Aut.3137
Weber, Carl Maria von (1786-1826) [Verfasser], Brühl, Karl Moritz von (1772-1837) [Adressat]
Dresden, 15.03.1821. - 1 1/2 Seiten, handschriftlich mit Unterschrift., 21,2 x 19 cm, Deutsch. - Brief
Inhaltsangabe: J. A. Stargadt Katalogbeschreibung: An Karl Graf von Brühl, den Generalintendanten der Königlichen Schauspiele in Berlin, ausführlich über die Besetzung seiner Oper „ D e r F r e i s c h ü t z “, die am 18. Juni am Königlichen Schauspielhaus uraufgeführt werden sollte. „... Mlle: Reinwald ist mir als Sängerin gänzlich unbekannt, ich weiß also nicht welches Fach sie singt; ob Ew: Hochgebohren durch sie das Ännchen statt Dlle. Eunicke zu besezzen denken, oder gar sie für die Agathe statt Mad: Seidler bestimmen. Eben so wenig bin ich im Stande zu beurtheilen ob Hr: Devrient der Rolle des Caspar die mehr gespielt als gesungen sein will, gewachsen ist; oder ob er wegen Vorzügen seiner Stimme, den Eremiten würdig darstellen kann. Was kann ich also beßeres thun, als ruhig der Einsicht, Erfahrung, u. Sachkenntniß, deßjenigen zu vertrauen, der von jeher mit so vieler wahrer Theilnahme und sorgender Güte für mein Bestes wirkte u. dachte. Wenn ich also die Vertheilung der Rollen – wie es sich ohnedieß von selbst versteht – gänzlich in Ew: Hochgebohren Hände lege; so weiß ich daß sie in väterlich schützenden Händen liegen, und bin um ihr Schiksal unbekümmert. Ich hatte mich schon darauf gefaßt gemacht, in der Hälfte des Aprills in Berlin eintreffen zu können, da wir d: 7tn die Bühne schließen; nun erwarte ich aber den Zeitpunkt meines Eintreffens näher angezeigt von Ew: hochgebohren Güte ...“. „Mlle: Reinwald“: Henriette R. sang die Partie der ersten Brautjungfer in der Uraufführung des „Freischütz“. „Dlle: Eunicke“: Johanna Eunicke übernahm die Partie des Ännchen. „Mad: Seidler“: Caroline S. war die erste Agathe. „Hr: Devrient“: Eduard Philipp D. wirkte bei der Uraufführung des Freischütz nicht mit. Den Kaspar übernahm Heinrich Blume, der Eremit wurde von Johann Georg Gern gesungen. „Zeitpunkt meines Eintreffens“: Weber traf am 4. Mai in Berlin ein.Valentini, Henriette (1795-1857) [Erwähnt], Krüger, Johanna (1798-1856) [Erwähnt], Seidler-Wranitzky, Caroline (1795-1872) [Erwähnt], Devrient, Eduard (1801-1877) [Erwähnt], Blume, Heinrich (1788-1856) [Erwähnt], Gern, Johann Georg (1757-1830) [Erwähnt]
J. A. Stargardt, Autographenhandlung [Vorbesitzer]
Editionshinweise: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Digitale Edition: A041728
http://weber-gesamtausgabe.de/A041728 (Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Digitale Edition (mit kleinen Abweichungen)) http://digital.slub-dresden.de/id1972445685 (Digitalisat in Bearbeitung)
Material: Papier
Erwerbungsgeschichte: Provenienz: Kauf von J. A. Stargardt, Auktion 714 (Los 634), Berlin, am 28.04.2026 durch Musikabteilung.
Objekteigenschaften: HandschriftPfad: Einzelautographen
[2026 0 002883 (Inventarnummer)]
DE-611-HS-4338138, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4338138
Erfassung: 1. Juni 2026 ; Modifikation: 4. Juni 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-06-04T13:12:30+01:00
