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Kunstsammelalbum und Stammbuch der Marie von AufseßStaatsbibliothek BambergStammbücher und Stammbuchblätter der Staatsbibliothek BambergSignatur: Msc.Add.2339

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Kunstsammelalbum und Stammbuch der Marie von AufseßStaatsbibliothek Bamberg ; Stammbücher und Stammbuchblätter der Staatsbibliothek Bamberg

Signatur: Msc.Add.2339


Nürnberg, 1855-1883. - 35 Blätter; enthält 1 Stammbucheintrag, 25,7 x 33,0 cm, Deutsch. - Dokument, Stammbuch

Inhaltsangabe: Marie II. von Aufseß (03.04.1829–21.12.1887) war Tochter des Hans von Aufseß (1801–1872), welcher 1852 das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg gründete. Das auf der Titelseite „Album“ genannte Kunstsammelalbum legte sie vermutlich 1855 an, aus Anlass Ihrer Hochzeit mit Ernst von Braun dem Jüngeren (1818–1878), sächsisch-altenburgischer Archivrat in Altenburg. Darauf verweisen sowohl die Datierung auf der Zeichnung der Titelseite als auch die auf Blatt 27r eingeklebte Zeichnung aus Anlass des Polterabends und der Hochzeit am 18. und 19.02.1855, beide von ihrem Bruder Hermann von Aufseß (1837-1908) gezeichnet. Letztere Zeichnung zeigt auch ein miniaturhaftes Portait des Hochzeitspaares. Ebenfalls von Hermann von Aufseß stammt die zweitälteste datierte (und eingeklebte) Zeichnung im Album, die vier Enten von 1850 auf Blatt 2r, während von der Schwester Sophie von Aufseß (*1834), Kohlezeichnung eines (Selbst?)-Portraits von 1849 stammt (Blatt 16r).Neben einigen direkt in das Album gezeichneten Bildern beinhaltet das Album vor allem eingeklebte Zeichnungen sowie Druckgrafiken, die ihr von verschiedenen Personen geschenkt wurden, wobei der Name der Schenker und Schenkerinnen zumeist von ihr selbst notiert wurde. Zwei Sterbevermerke (1859 und 1860) wurden später hinzugefügt. Einige Blätter wurden auch wieder herausgelöst, so dass nur noch deren Klebespuren vorhanden sind. Weitere Blätter wurden eingeklebt, indem das eigentliche Blatt herausgeschnitten wurde und an den verbliebenen Steg im Falz das Blatt mit der Zeichnung oder Druckgrafik geklebt wurde. Darüber hinaus wurden 25 weitere Blatt aus dem Buch geschnitten, so dass von den ursprünglich 60 Blatt nur noch 35 vorhanden sind. Möglicherweise eigenhändige Namensnennungen befinden sich auf den eingeklebten Blättern 18r (von einem unbekannten Graf zu Pappenheim, 14.01.1855) und 28r (von einem unbekannten "Kle"?, August 1853). Lediglich der Eintrag auf Blatt 31r ist in vollstem Sinne ein Stammbucheintrag bestehend aus Text und Paratext, in diesem Fall einem vierstrophigen Gedicht mit anschließender Widmung zur Hochzeit:"Wenn Aurora zarte Streifen webet, und es bleichet Stern um Stern[...]Zur freundlichen Erinnerung erlaubt sich zu zeichnenTheodor KriebelArt. Oblt.[?]N[ürn]b[er]g 19/2 55"Biographisches zur Stammbuchhalterin bei: Aufsess, Otto von und zu: Geschichte des uradelichen Aufseß'schen Geschlechtes in Franken, Berlin 1888, Seite 334.

Bemerkung: Marie von Aufseß

Illustrationen: zahlreiche eingeklebte Zeichnungen und Druckgraphiken, darunter: Hermann von Aufseß, 1855, Bleistiftzeichnung: Titelblatt "Album", Ritter, Künstler, Stadtansicht in neogotischer Rahmung (Blatt 1r); Hermann von Aufseß, 1850, Bleistiftzeichnung: vier Enten (Blatt 2r); Radierung(?): "Schlosshof in Unteraufsess. 1883" (Blatt 3r); Ludwig von Pappenheim, Federzeichnung mit Weißhöhung: Schwan auf See, Gedicht von Heinrich Heine: "Es fällt ein Stern herunter" (Blatt 4r); von Dobeneck(?), Bleistiftzeichnung: Holzbrücke in Felslandschaft (Blatt 10r); Johann Caspar Beeg, Bleistiftzeichnung: zwei orientalisch gekleidete Männer in Wüstenlandschaft mit Kamelen, "Kaufmann Seïbek" (Blatt 11r); Hermann von Aufseß, kolorierte Federzeichnung: (hoch)mittelalterliche Kampfszene in (spätmittelalterlicher) Stadtkulisse (Blatt 12r); August von Eye(?), Bleistiftzeichnung mit Weißhöhungen: gotische Kirchenruine in nächtlichem Wald (Blatt 14r); Sophie von Aufseß, Kohlezeichnung: (Selbst?)-Portrait "fec. Sophie v. Aufsess. 1849" (Blatt 16r); Johann Caspar Beeg, Bleistiftzeichnung: zwei orientalisch gekleidete Reiter "Djerid-Spiel" (Blatt 21r); Hermann von Aufseß, 1855, kolorierte Federzeichnung: "Erinnerung an Polterabend und Hochzeit […]" (Blatt 27r); Friedrich von Mettingh, 1856, Bleistiftzeichnung: "bey Streitberg" (Blatt 30r); Friedrich von Frays, 1853, Federzeichnung: Junge mit Hund und Frau vor einem Haus (Blatt 34r).Einbandbeschreibung: Pappeinband mit braunem Leinen, Blindprägung, auf Vorderdeckel in Gold "Marie von Aufseß"Erhaltungszustand: 25 Blätter herausgetrennt und fehlend

Erwerbungsgeschichte:Provenienz:Antiquariat Thomas Rezek, München, bis 2026.

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Stammbücher und Stammbuchblätter der Staatsbibliothek Bamberg

DE-611-HS-4325104, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4325104

Erfassung: 25. März 2026 ; Modifikation: 4. Mai 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-05-04T11:19:03+01:00