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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut KölnMax-Bruch-ArchivSignatur: Br. Korr. 154, 536

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Brief von Max Bruch an Ernst RudorffMusikwissenschaftliches Institut Köln ; Max-Bruch-Archiv

Signatur: Br. Korr. 154, 536


Bruch, Max (1838-1920) [Verfasser],Rudorff, Ernst (1840-1916) [Adressat]

18.10.1906. - 7 Seiten, davon der Beginn Diktat, Deutsch. - Brief

Inhaltsangabe: Diktat über Herbstwetter, Sommeraufenthalte – MB zuerst 4 Wochen mit Tochter auf dem Iglerhof, Berg. Gladbach, dann mit der ganzen Familie bis 10.09. in Oberhof/Thüringen. [In eigener Handschrift weiter]: Direktoriumssitzung am 27.09. über die Börner’sche Sache. „Du wirst es begreiflich finden, mein Lieber, daß es uns nicht möglich war, unseren Beschluß vom Juni d.J. einfach umzustoßen; unser Bericht war schon Anfang Juli an den Minister abgegangen, und Frl. Bender war längst von ihm bestätigt worden. Auf Grund Deiner Mittheilungen vom Juli d. J. fragte ich Joachim, ob er früher in der That Börner so bestimmte Zusicherungen gemacht habe, wie Dir gegenüber B. damals behauptet hatte. Joach. stellte dies auf’s Bestimmteste in Abrede und meinte, Börner müsse ihn mißverstanden haben; er, Joach., habe sich B. gegenüber (den er im Uebrigen sehr schätze) in keiner Weise gebunden – habe dies auch ohne das Directorium gar nicht gedurft. Da wir aber Alle Deine Sympathie für Börner verstehen und theilen, so ist doch zunächst etwas geschehen, um die Qualität seiner Schüler zu verbessern und ihm sein saueres Tagewerk etwas verträglicher zu machen: m. W. sind jetzt etwa die Hälfte seiner Stunden Solostunden- Was das Financielle betrifft, so bezieht er M. 2400 Gehalt und M. 900 Wohnung Entschädigung, also zusammen M. 3300 fest, was für einen jungen Mann in seinen Jahren immerhin sehr erheblich ist. Augenblicklich kann sein Fixum nicht erhöht werden, aber ich hoffe doch, daß sich in nicht zu langer Zeit die Gelegenheit bieten wird, es zu thun. Er hat jetzt 18-19-Stunden bei uns zu geben, das macht etwas mehr als 3 Stunden täglich. Das ist nicht viel, und es bleibt ihm noch Zeit zum Arbeiten und zu gut bezahlten Privatstunden – wenn er solche der Familienverhältnisse wegen geben muß. – Über Deine Stellung zur Sache wollte Joachim mündlich mit Dir reden. Wir haben nur den einen Wunsch, daß Du Dich in jeder Hinsicht schonen möchtest. Lade Dir nur nichts Lästiges auf! Auf baldiges Wiedersehen, Dein alter M. Bruch.P.S. Als Appendix noch die gute Nachricht, daß Herr van Eyken Ende Sept. seine Entlassung eingereicht hat. Wir haben sie mit Entzücken angenommen. D. Ob.

Joachim, Joseph (1831-1907) [Erwähnt],Börner, Kurt (1877-1947) [Erwähnt],Bender, Marie (1873-) [Erwähnt],Eyken, Heinrich van (1861-1908) [Erwähnt]

Königliche Akademische Hochschule für Musik in Berlin zu Charlottenburg (1902-1918) [Behandelt]

Bemerkung: Max Bruch

Objekteigenschaften: Handschrift

Pfad: Max-Bruch-Archiv / Korrespondenz

DE-611-HS-4311017, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4311017

Erfassung: 5. Januar 2026 ; Modifikation: 5. Januar 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-01-05T09:39:58+01:00