Detailinformationen
Briefe von Max Bruch an Ernst Rudorff Musikwissenschaftliches Institut Köln Max-Bruch-Archiv Signatur: Br. Korr. 154
Briefe von Max Bruch an Ernst Rudorff Musikwissenschaftliches Institut Köln ; Max-Bruch-Archiv
Signatur: Br. Korr. 154
Bruch, Max (1838-1920) [Verfasser], Rudorff, Ernst (1840-1916) [Adressat]
15.12.1865-25.06.1915. - insg. 651 Korrespondenzen von Max Bruch an Ernst Rudorff: 418 Briefe (zwischen 1 und 18 Seiten, zumeist 4 Seiten. 79 Briefe auf Briefkarten); 206 Postkarten; 13 beschriebene Visitenkarten; 6 Manuskripte von Max Bruch, 9 sonstige Schriftstücke (kommentierte Zeitungsartikel, Werbeblätter, Programme etc.), Deutsch. - Brief
Inhaltsangabe: Der Großteil der Sammlung (95%) sind eigenhändige Schreiben von Max Bruch an Ernst Rudorff und umfassen 50 Jahre der Korrespondenz (Zeitraum: 15.12.1865 - 25.06.1915). 3 Schreiben sind wegen Krankheit von Ernst Rudorff an seine Frau Gertrud Rudorff gerichtet (1893, 1902, 1908). 23 Schreiben sind von anderer Hand: 18 Briefe und ein Telegramm (1868-1876) von Max Bruch's Schwester Mathilde Bruch, zwei Briefe der Ehefrau Clara Bruch (1903) und des Sohnes Hans Bruch (1910) im Auftrag von Max Bruch, dazu 2 Briefe des ältesten Sohnes Max Felix an Rudorff (1911, Bitte und Dank einer Empfehlung für eine Kapellmeisterstelle). - Beiliegend eine handschriftliche Bestätigung von Hans Joachim Moser von 1939 "61 Briefe... leihweise erhalten". Schriftstücke anderer Schreiber: - Die Schreiben von Hans und Clara Bruch resultieren aus Krankheiten von Max Bruch. (1910 hindert eine schwere Depression Max Bruch am direkten Kontakt) - Die Schreiben von Mathilde Bruch, vor der Heirat von Max Bruch zeitweise in einer sehr engen, fast symbiotischen Beziehung zu ihrem Bruder Max, geben einen Einblick in den Alltag, aber auch einen unverstellten Einblick auf Krisensituationen der 1870er Jahre. Als Mitglied des von Rudorff gegründeten Kölner Bach-Vereins ist sie auch unabhängig von ihrem Bruder mit Rudorff befreundet. (18.01.1869 / Scherztelegramm - Mathide Bruch (Karneval?)). Sie organisiert Alltägliches und vermittelt zwischen den Freunden, leidet aber auch persönlich unter Intrigen und Streit, die Max Bruch betreffen. Existenzielle Briefe von ihr an Rudorff und auch einmal an die Mutter Rudorff (28.09.1874) helfen bei der Streitschlichtung. Manuskripte und sonstige Beilagen von Max Bruch, in Briefen an Rudorff: Manuskripte: - "Bemerkungen über die Aufführung von Schön Ellen [op. 25]", 8 Seiten aufführungspraktische Erläuterungen, vor dem 22.11.1884 - 4 parodistische Dichtungen von Max Bruch zur Musik seiner Zeit: 1. Wilde Xenien - nicht signiert, nicht datiert, vermutlich Beilage zum Brief vom 25.06.1895 mit 45 Xenien (nor. 27 2x vergeben), die letzte mit dem berühmten "Polizeilichen Verbot, das 1. Violinkonzert von M.B. zu spielen". 2. Districhen über das Ehrendoktorat von Max Reger, Beilage zum Brief vom 02.04.1910 3. Gedicht-Parodie auf eine Reger-Aufführung, Beilage zum Brief vom 09.09.1912 4. Kurzes Parodistisches Gedicht über die Neue Musik, ohne Datum, dem Jahrgang 1915 beigelegt. - 02.12.1904 Vernichtendes eigenhändiges Kompositions-Gutachten 2 Seiten [Formularkopf Königliche Akademie der Künste zu Berlin, Akademische Meisterschulen für musikalische Komposition] über Johannes Conze mit Notenbeispielen (von Max Bruch geschrieben), gedacht als Gutachten über die Unterrichtstätigkeit von dessen Lehrer Heinrich Robert van Eyken . im Rahmen einer langen (Mobbing-) Kampagne über Eyken. Sonstige Schriftstücke: - 24.04.1866 1. Version - "Programm und Textbuch" Uraufführung des 1. Violinkonzerts - 1868 Beilage Zeitungsartikel Nationalmusik - Episode aus dem Englischen Kolonialkrieg in Indien = Vorlage für Schön Ellen - 1892 2 musikalische Albumblätter Abschriften Max Bruch. Nicht datiert - im Umschlag 1892: 1. Grieg (Mozart c-moll-Fantasie Basstremolo) - siehe Grieg's Bearbeitung von 1886 2. Ländler-Kopfmotiv mit 2x Brahms und 1x Gernsheim - Verwendung - 03.06.1904 Brief an Ernst Rudorff auf gedrucktem Programmzettel - Phonola Klavierkonzerte, verso Empfehlungen prominenter Musiker (Nikitsch, Scharwenka, Sauer e.a.) - 14.06.1907 Werbeblatt der neuen Zeitschrift "Morgen" - Ausgabe des ersten Heftes Mitte Juni 1907 - "Begründer und Herausgeber: Werner Gombart, Richard Strauss, Georg Brandes, Richard Muther, Hogo von Hoffmannsthal" - Rückseitig mit Bleistift datiert von MB "14/6 07", mit zahlreichen handschriftlichen Anmerkungen im Text von MB (wie z.B. "Pyramidaler Unsinn" ...). - 01.1908 Gedruckte Danksagung für die Glückwünsche zum 70. Geburtstag - 09.12.1908 Brief mit Drucksache (Programm, 12 Seiten) in Kuvert - Gedrucktes Programm des Caecilien-Vereins Hamburg unter Julius Spengel. 1. Abonnements-Konzert 23.11.1908 mit Bach (Bearbeitung Spengel) und Hiob (Dramatisches Gedicht für Soli, Chor, Orgel und Orchester) von Fr. Converse. - Handschriftlicher Kommentar von Max Bruch am Ende des Textes von Converse/Hiob: "Das Ding soll unerträglich langweilig sein. Und so etwas führt Sp. auf! Wenn doch Hiob, Mulier et Amicus auf dem Blocksberg wären!" - 1911 Drucksache zur Errichtung eines Meyerbeer-Denkmals - Unterstreichungen und handschriftlicher Kommentar von Max Bruch "Und Mendelssohn? Hätte der nicht vor Meyerbeer ein Denkmal verdient?" - 1911 Zeitungsausschnitt "Chronik des Theaters - Preisausschreiben für eine neue, allgemeingültige deutsche Übersetzung des Don Juan." - 05.01.1913 Handschriftliches Programm zur Max-Bruch-Feier (75. Geburtstag).Bemerkung: Das Briefkonvolut mit Schreiben von Max Bruch an Ernst Rudorff stammt aus dem Besitz/Nachlass von Ernst Rudorff und konnte durch die großzügigen Hilfen des Landesverbands Rheinland (LVR) und der Kulturstiftung der Länder erworben werden.
Objekteigenschaften: HandschriftPfad: Max-Bruch-Archiv / Korrespondenz
DE-611-HS-4300984, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-4300984
Erfassung: 31. Oktober 2025 ; Modifikation: 5. Januar 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-01-05T16:02:52+01:00
