Inhaltsangabe:
LISTE DER WASSERZEICHEN
Vorbemerkung: Die Wasserzeichen(1) der Hölderlin-Handschriften auf Papieren aus einer Zeit, in der Papierverwaltungen und Papierhandel schon voll ausgebildet waren, können – anders als bei der Wasserzeichenforschung an Papieren des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit – zu einer Datierung der Stücke mittels Vergleich mit anderen datierten Papieren nicht dienen(2). Es handelt sich hier vielmehr nur um die Beobachtung der Wasserzeichen innerhalb des Hölderlinschen Handschriftenbestandes, durch die eventuell die unmittelbare Zusammengehörigkeit einzelner Stücke zu erkennen ist. Es wurde deshalb darauf verzichtet, die Zeichen mit solchen in neueren Wasserzeichenwerken wie Edward Heaword’s "Watermarks mainly of the 17th and 18th centuries" (Monumenta chartae papyraceae historiam illustrantia. 1. 1950) oder W. Fr. Tschudins "The ancient papermills of Basle and their marks" (Monumenta… 7. 1958) zu identifizieren oder Ähnlichkeiten festzustellen, zumal bei vielen Hölderlin-Handschriften die nötigen Maßangaben für die Wasserzeichen fehlen und genaue Durchzeichnungen nicht existieren.
Die Wasserzeichen der von Hölderlin benutzten Papiere sind im Handschriften-Katalog durchlaufend numeriert. Die Nummern der Wasserzeichen sind, soweit möglich, nach der chronologischen Reihenfolge ihres Vorkommens gegeben, und zwar ist, wenn mehrere Handschriften das gleiche Wasserzeichen aufweisen, die früheste Handschrift ausschlaggebend für die Einordnung.
Wasserzeichen, die nur ein Bild oder Schriftzeichen aufweisen, tragen eine einfache Nummer. Mit a und b hinter der Nummer werden die Bilder und Schriftgruppen unterschieden, die beim gleichen Papier von Folioblatt zu Folioblatt alternieren. Kommt ein Wasserzeichen in auffallend verschiedenartigem Papier vor, werden die Papiersorten durch eine Nummer hinter dem Komma bezeichnet. Differiert ein Wasserzeichen in der Größe oder im Firmennamen, werden solche Unterschiede ebenfalls in den Nummern hinter dem Komma ausgedrückt.
Für alle Angaben über die Wasserzeichen muss berücksichtigt werden, dass diese oft äußerst schwer zu erkennen sind und ihre Verifizierung deshalb auf große Schwierigkeiten stößt. Es ist daher möglich, dass Wasserzeichen, die hier unter verschiedener Nummer gegeben sind, zur gleichen Papiersorte gehören, oder auch, dass eine Nummer verschiedene Sorten enthält. Die Nummern tragen viel mehr den Charakter von Siglen, mit deren Hilfe die umständliche Beschreibung der Zeichen bei jeder Handschrift erspart wird, als dass sie eigentliche Ordnungseinheiten darstellen.
Wasserzeichen auf Stammbuchblättern oder auf Papieren aus anderer fremder Quelle bekommen keine Wasserzeichen-Nummer; sofern ihr Wasserzeichen auch auf solchen Papieren vorkommt, die Hölderlin als erster beschrieben hat und die deshalb schon eine Sigle tragen, wird diese verwendet, andernfalls wird das Zeichen bei der Handschrift beschrieben.
(1) Die herkömmliche Bezeichnung Wasserzeichen lediglich für die eigentliche Papiermarke wurde aus Gründen der Kürze und Herkömmlichkeit beibehalten; mit Wasserzeichen ist hier also nicht auch der Abdruck der Boden- und Binddrähte der Schöpfform des Papiers gemeint. (2) Vgl. Gerhard Piccard, Die Wasserzeichenforschung als historische Hilfswissenschaft. Archivalische Zeitschrift 52 (1956) besonders Seite 95 und 96.
Literaturhinweise:
Katalog der Hölderlin-Handschriften / auf Grund der Vorarb. von Irene Koschlig-Wiem bearb. von Johanne Autenrieth und Alfred Kelletat. - Stuttgart : Kohlhammer, 1961. - Seite 147-152
Bemerkung:
(LINK zur Wasserzeichenliste im Wiki der WLB Stuttgart wird noch nachgetragen)
Pfad: Katalog der Hölderlin-Handschriften
DE-611-BF-131717, http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-131717
Erfassung: 8. April 2026 ; Modifikation: 17. August 2026 ; Synchronisierungsdatum: 2026-08-17T10:41:49+01:00