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Redenunciation des General-Auditeurs Friccius wider den Obristleutnant Grafen von Klinkowström auf Korklak.Stadtgeschichtliches Museum LeipzigSammlung Autographe Stadtgeschichtliches Museum <Leipzig>Signatur: A/2048/2009

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Redenunciation des General-Auditeurs Friccius wider den Obristleutnant Grafen von Klinkowström auf Korklak.Stadtgeschichtliches Museum Leipzig ; Sammlung Autographe Stadtgeschichtliches Museum <Leipzig>

Signatur: A/2048/2009


Berlin, 22.06.1843. - 2 Bl., 34,2 x 40,9 cm. - Bericht, Handschrift

Inhaltsangabe: Verf. teilt mit, dass Klinckowström eine Denunziation beim Kammergericht gegen ihn wegen beleidigender Aussagen in seinem Werk "Geschichte des Krieges in den Jahren 1813 und 1814" eingereicht hat, worüber nun eine Untersuchung veranlasst worden ist; Verf. selbstbewußt: "Ich habe sie widerlegt und darf mit Zuversicht ein gänzlich frei sprechendes Urteil erwarten."; Verf. äußert, dass aber die Denunziation Klinckowström's sowie des Widerlegung der angeblich verleumderischen Aussagen in Fricciu's Werk wiederum einige Beleidigungen in seine Richtung enthalten und "in einem ehrverletzenden Tone geschrieben" sind; Verf. führt zwei konkrete Beispiele an, die ihn sehr kränken, wodurch er sich auch genötigt sieht, "auf Genugthuung gegen den Grafen von Klinkowström anzutragen."; Betr. vor allem Aussagen, wonach der Prinz von Hessen-Homburg angeblich nach der Schlacht von Großbeeren im August 1813 verlangt habe, dass dem Verf. aufgrund von Untauglichkeit zur Führung eines Bataillons eine andere Stellung gegeben werde; Verf. teilt mit, dass Friedrich VI. von Hessen-Homburg sich nicht mehr dazu äußern kann, ihm und seinem Bataillon aber immer "Liebe und Auszeichnung" entgegengebracht hat, so dass er sich an den jetzigen Generalgouverneur von Königsberg, Koehne von Jaski, sowie an den Oberstleutnant von Rüts in Chemnitz gewandt und sie gebeten hat, sich zu den Behauptungen Klinckowströms zu äußern; Verf. äußert, dass Koehne von Jaski im Feldzug 1813 Chef des Generalstabes des Prinzen von Hessen-Homburg gesesen ist und von Rüts dessen Adjutant; Verf. sendet anbei die Anworten zu, die die Aussagen Klinckowströms komplett widerlegen; Betr. ferner eine Anschuldigung Klinckowström nach der Schlacht bei Dennewitz über das Bataillon des Verf., aus dem angeblich "Zucht, Ordnung und Subordination" gewichen seien; Verf. teilt mit, dass die ganze Behauptung "durch und durch unwahr" ist und erläutert die Situation ausführlich und äußert: "Mein Bataillon aber galt in dem Armee-Corps wegen seines Muths und seiner guten Disciplin für musterhaft."; Verf. schildert das Vertrauen, das seine Vorgesetzten in ihn hatten; Verf. fasst am Schluss nochmal die Beschuldigungen und Tatsachen zusammen und fordert: "auf Anwendung der §§ 578. 579. 581. 612 und 614 des Kriminalrechts und Verurtheilung des Redenunciaten zur strengsten gesetzlichen Strafe und in die Kosten."

Unbekannt [Schreiber],Klinckowström, Friedrich [Erwähnte Person],Friedrich Wilhelm <Preußen, König, IV.> (1795-1861) [Erwähnte Person],Friedrich <Hessen-Homburg, Landgraf, VI.> (1769-1829) [Erwähnte Person],Koehne von Jaski, Andreas Ernst (1768-1846) [Erwähnte Person],Rüts, ... von [Erwähnte Person],Zychlinski, ... von [Erwähnte Person],Friedrich Wilhelm <Preußen, König, III.> (1770-1840) [Erwähnte Person]

Ostpreußisches Oberlandesgericht/Kriminalsenat <Königsberg> [Erwähnte Körperschaft],Kammergericht <Königsberg> [Erwähnte Körperschaft]

http://museum.zib.de/sgml_autographe/sgml_autographe.php?seite=5&fld_0=Z0074655 (Digitalisat)

Material: Papier

Pfad: Sammlung Autographe Stadtgeschichtliches Museum <Leipzig>

DE-MUS-853418-Z0074655, http://kalliope-verbund.info/DE-MUS-853418-Z0074655

Erfassung: 25.06.2014 ; Synchronisierungsdatum: 2015-12-01T14:38:36+01:00